Bilder haben einen starken Einfluss auf uns. Sie stimulieren unsere Gedanken und beeinflussen unsere Wahrnehmung. Im Betrachtungsprozess werden unvermeidlich Meinungen gebildet, sowie Deutungen und Emotionen hervorgerufen. Bilder können mehr als tausend Worte ausdrucken, sie beeinflussen unser Dasein und geben dem Leben Inhalt und Geschmack.

Die Arbeiten sehen sich als Beitrag des Lebens und referieren mittels einer persönlichen Ansicht über den Menschen, seine Wahrnehmung bzw. sein denkendes Wesen. Die gezeigten Werke stellen das Verhältnis des Menschseins in seiner Umwelt, wie auch die Beziehung des Menschen in Bezug zu seinem gleichartigen dar. Wer sind wir, wo gehören wir hin, wie entstehen unsere Gedanken, kann man in einer komplexen Gesellschaft, in welcher wir leben, noch von einem eigenen Ich sprechen? Besondere Bedeutung wird bei den aufgeführten Arbeiten der Tatsache geschenkt, dass Bilder Media sind, welche Disziplinen wie Psychologie, Ethnologie, Soziologie, Philosophie… mit einschließen. Die erarbeiteten Bilder werfen Themen in den Raum, welche zum Denken anregen möchten, und wer weiss vielleicht zu Dialogen führen werden.

Die Horizonte werden erweitert, indem für manche Individuen neue Betrachtungsweisen des Lebens dargestellt werden. Bilder befreien uns von den Schranken, welche wir uns selbst geben oder von der Natur oder der Gesellschaft täglich erfahren. Die unterschiedlichsten Individuen mit ihren Verhaltensmustern und ihren bestimmten Kulturen beeinflussen ihre eigenen Betrachtungsweisen und dessen Schlussfolgerungen. Wenn jeder die eigene Vorstellungen von Raum aus der eigenen Erfahrung interpretiert, dann kann man sagen, dass Raum streng genommen reine Erinnerung aus Erlebtem ist. Selbst im Moment der Betrachtung ist keine Materie vorhanden, sondern nur die Idee davon. Wird man sich dieser Tatsache bewusst, dann wird unser Geist aus dem rein empirisch-irdischen Denken befreit. Denkende Wesen konstruieren ihren Raum und die Abhängigkeiten, um sich in diesem orientieren zu können. Darstellungen der realen Welt werden in Verbindung zu einander gebracht, daraus entstehen neue imaginäre Situationen und Bedeutungen. Diese werden in dieser Vorgehensweise real, sowie für uns Träume im Augenblick des Träumens real wirken.

Die Serien „Angel, Identität, Nobody“ etc. möchte diese Tatsache feiern. Man stellt sich vor, dass die Figuren real sind, obwohl diese in vielerlei Hinsicht nicht existieren, und doch können sie für uns lebendig wirken.